1967 - 2017 50 Jahre Bergbrüderschaft “Schneeberger Bergparade” e. V.

Bergbrüderschaft “Schneeberger Bergparade” e. V.

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Bergbrüder besuchen Tagebauregion Am   vergangenen   Samstag   fuhren   die   Mitglieder   der   Bergbrüderschaft   „Schneeberger   Bergparade“   in   die Lausitzer   Braunkohlelandschaft   nach   Welzow.   Die   Stadt   Welzow   in   Brandenburg   gelegen,   grenzt   östlich direkt     an     den     gleichnamigen     Braunkohletagebau     Welzow-Süd     und     war     der    Ausgangspunkt     der Erlebnistour.   Im   ehemaligen   Bahnhof   Welzow,   wo   sich   das   Excursio-Besucherzentrum   befindet,   startete unsere   Rundfahrt   in   die   Kohleregion. Auf   einem   zum   Mannschaftstransportwagen   umgebauten   LKW   fuhren die   Bergbrüder   zu   dem   nahegelegenen   Tagebau.   Erster   Halt   war   ein   Aussichtspunkt,   von   dem   man   den aktiven   Tagebau   überblicken   konnte.   Von   dort   aus   konnte   die   mächtige   Förderbrücke   F60   in   ihrer   vollen Größe   bestaunt   werden,   sowie   mehrere   Eimerkettenbagger   und   Schaufelradbagger.   Die   Tagebautechnik sollte     den     Teilnehmern     der     Aktivtour     „Kohle,     Sand     und     Bergmannshand“     noch     eindrucksvoller nähergebracht   werden.   Der   nächste   Halt   war   im   aktiven   Tagebau,   nur   wenige   Meter   entfernt   von   der Förderbrücke   F60.   Die   Förderbrücke   dient   dazu   die   Deckschichten   aus   Sand   abzubaggern,   um   an   das Braunkohleflöz   heranzukommen.   Die   „F60“   kann   den   überdeckten   Sandboden   des   Flözes   von   60   Metern mit     einem     Mal     abtragen.     Der     Abraum     wird     dann     gleichzeitig     über     die     Förderbrücke     mittels Gurtbandanlagen   auf   der   gegenüberliegenden   Seite   im Tagebau   wieder   verstürzt.   Und   damit   wird   der   erste Grundstein   zur   Rekultivierung   der   Landschaft   gelegt.   Eine   beeindruckende   Technik,   die   die   Ingenieure   der damaligen   Zeit   entwickelt   haben.   Die   Förderbrücke   F60   stammt   aus   dem   Jahr   1972   und   ist   fast   40   Jahre im Einsatz. Dann     ging     die     Fahrt     für     die     Vereinsmitglieder     im     Mannschaftstransportwagen     weiter     zu     den Schaufelradbaggern,    welche    das    15    Meter    mächtige    Braunkohleflöz    abbaggern.    Die    gewonnene Braunkohle   wird   dann   direkt   vom   Bagger   mit   Gurtbandanlagen   zu   einem   Bunkerplatz   gefördert.   Von   dort aus   wird   die   Kohle   weiter   transportiert,   zum   Kraftwerk   Schwarze   Pumpe   und   dient   zur   Stromerzeugung. Ungefähr   30   Prozent   der   gewonnenen   Energie   im   Kraftwerk   geht   wieder   zurück   in   den   Tagebau.   Dies   ist die   Menge   Strom,   welche   die   Maschinen,   Bagger,   Gurtförderanlagen   sowie   die   „F60“   benötigen   um   die Braunkohle abzubauen. Nach   der   Tour   im   Tagebau   fuhren   die   Bergbrüder   weiter   zum   Gut   Geisendorf.   Dort   wartete   ein   gemütliches Bergmannsvesper   zur   Stärkung   auf   alle.   Noch   vor   wenigen   Jahren   verlief   dort   in   unmittelbarer   Nähe   die Abbaukante   des   Tagebau   Welzow-Süd   zum   Gutshaus.   In   einer   Dekade   wandelte   sich   das   Landschaftsbild vollkommen.    In    Begleitung    eines    Gästeführers    verfolgten    wir    den    Landschaftswandel.    Denn    am    Gut Geisendorf   begann   der   zweite   Teil   der   Exkursion.   Die   Führung   durch   die   rekultivierte   Naturlandschaft   des Tagebaues   brachte   alle   Teilnehmer   zum   Staunen.   Hügel   wurden   wieder   aufgeschoben,   Bachläufe,   kleinere Seen   und   Wege   wurden   wieder   angelegt,   damit   die   Landschaft   ihr   vorheriges Aussehen   wieder   bekommt. Selbst   ein   Weinanbaugebiet   mit   einer   Größe   von   sechs   Hektar,   Südhanglage,   wurde   hier   neu   geschaffen. Aber   ein   Wehrmutstropfen   bleibt   trotzdem.   Denn   es   gibt   zahlreiche   Gedenkstätten   in   der   rekultivierten Landschaft, die daran erinnern sollen, wieviele Orte dem Tagebau zum Opfer gefallen sind. Den ereignisreichen Tag ließ die Bergbrüderschaft „Schneeberger Bergparade“ bei einen gemütlichen Bergbier und Abendbrot ausklingen.
Braunkohletagebau Welzow-Süd
Braunkohleflöz im Tagebau Welzow-Süd und Schaufelradbagger, das Schaufelrad hat einen Durchmesser von 6 meter
Rekultivierte Landschaft des Braunkohletagebau mit einem 6 Hektar großen Weinberg in Südhanglage. Im Hintergrund ist das Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe zu sehen.
Text und Bilder: Mike Rothemann
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I nfo-Punkte der Bergbrüderschaft - Teil 2 Die   Bergbrüderschaft   „Schneeberger   Bergparade“   e.   V. hat    mit    ihrem    Info-Schaukasten    an    der    „Alten    Warte“ einen   zentralen   Punkt   in   Schneeberg   gefunden,   wo   sich alle     Bürger     und     Mitglieder     über     das     Vereinsleben informieren können. Weitere      Info-Schaukästen      befinden      sich      in      den Schneeberger   Ortsteilen   Neustädtel   und   Lindenau.   Der Schaukasten    in    Lindenau    hängt    im    Ortskern    an    der Kreuzung     Dorfstraße/Alte     Dorfstraße.     In     Neustädtel befinden   sich   zwei   Info-Kästen.   Der   erste   Schaukasten befindet   sich   bei   der   Schmiederei   Rothemann   -   „Alten Schmiede    Neustädtel“,    gegenüber    der    Wendeschleife. Der    zweite    Info-Punkt    befindet    sich    seit    2019    am Neustädtler Markt, bei der Fleischerei Lingel. Alle    Informationen    über    das    Vereinsleben,    Termine, Veranstaltungen   und   Kontaktdaten   der   Bergbrüderschaft „Schneeberger    Bergparade“    findet    man    ebenso    unter folgender Webadresse:  www.bergbruederschaft-schneeberg.de
Info-Schaukasten   der   Bergbrüderschaft   “Schneeberger Bergparade” im Ortsteil Lindenau
Die    beiden    Info-Schaukästen    der Bergbrüderschaft      “Schneeberger Bergparade im Ortsteil Neustädtel
Text und Bilder: Mike Rothemann
Medienberichte: Schneeberger Stadtanzeiger