Chronik
 
Aus der Historie der Bergbrüderschaft zu Schneeberg

von Werner Unger aus der "Festschrift anläßlich des 30-jährigen Jubiläums der Wiedergründung
der Bergbrüderschaft "Schneeberger Bergparade" e. V.

Die interessante und vielseitige Geschichte der Schneeberger Bergknappschaft muß noch weiter erforscht und genauer beschrieben werden. Dieser Beitrag kann lediglich einiges Tatsachenmaterial zu diesem wichtigen Thema liefern. Leider wissen wir nichts über die im Mittelalter erfolgte Gründung dieser Häuer- und Knappenvereinigung. Bis heute ist darüber nichts bekannt, keine Schriftunterlagen sind dazu aufgetaucht. Haben vielleicht Feuersbrünste oder Kriegszeiten sehr wichtige Urkunden, Dokumente und Berichte vernichtet? Mitglieder der Knappschaft waren meist auch die Berg- und Schichtmeister sowie die Bergbeamten, aber außer dem „Arbeitsvolk" im Montanwesen auch Eigenlehner, Gewerken, selbst Personen, die unmittelbar gar nicht zum Bergbau gehörten.
 

1. Bergparade nach 1945 am 5. Juli 1953. Im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes stellen traditionsbewußte Heimatfreunde ihr Wirken der Öffentlichkeit vor.

 

Deshalb konnten die Knappschaften keinesfalls eine Kampforganisation der Lohnarbeiter sein. Sie erfüllte mehr den Zweck einer Sozialgemeinschaft oder eines Vereines. So verfügten unter anderem die Knappschaften über eigene Zeug- und Gerätekammern, aus denen das nötige Gezähe ausgegeben wurde. Chronist Meltzer schrieb auf Seite 144: „Der Knappschafft Hauß ist auch eines der ältesten/ welches von ihr Nicol Hacker an sich gebracht." Von der Schneeberger Knappschaft wurde 1826 sogar der Jahnsgrüner Torfstich (Brennstoffversorgung) übernommen.

Die erste Erwähnung des Wortes „Knappschaft" für unsere Bergstadt finde ich im Jahre 1479. Da lesen wir in der Chronik: „Dem Hauptaltarwerk in der ersten steinernen Kirche zu beiden Seiten standen, gegen Mitternacht, der Rosenkränzer- oder Schmeltzer- Altar, und gegen Mittag der Knappschafts-Altar".

Und in dem Stadtfreiheitsbrief 1481 lesen wir: „... dieweil nach Anzahl ihrer Zeit an solchen Ambten sind, der Knappschaft und Gemein mit rechter Ordnung und guter Regierung treulich versehen sollen ...". Es bezieht sich auf die im Stadtrat vertretenen Vorsteher aus der Knappschaft. Natürlich waren auch die Knappen und Schmelzer bei den mutigen Streiks 1496 und 1498 dabei. Davon schreibt Pfarrer Meltzer: „Am Sonntag nach dem Fronleichnamfest zogen sie mit ihrer Fahne, die sie von Anfang des Schneebergs gehabt, aus zum Wolfsberg. Nach Stillung und Sieg Marsch in die Stadt auf den Markt, wo die Fahne ins Fundgrübner-Haus gebracht wurde. Erwähntes Panier soll Schlägel und Eisen samt drei grünen Bergen im weißen Felde gehabt haben." Gewissenhaft und vollständig schreibt der Chronist von 1499 bis 1709 die insgesamt 95 gewählten Knappschaftsvorsteher auf, die im Gemeindeparlament die Interessen der Bergbrüderschaft zu vertreten hatten. Auch an den katholischen Prozessionen zwischen den Gotteshäusern in Neustädtel und Schneeberg (St. Anna-Kapelle, Kapelle „Elende Maria", „St. Helenen-Kapelle" und erste St. Wolfgangskirche) nahm die Knappschaft teil. Meltzer schrieb 1502: „Nachdem in alten Nachrichten, so viel zu befinden gewesen, dass allbereits im Jahre 1502 auf den hohen Gebirge bei Neustädtel eine Kapelle gestanden, welche St. Anna geweiht und hiesiger Bergknappschaft zugehörig gewesen" Unser Rathaus (1527 Baubeginn) war einst nicht nur Behördensitz, sondern beherbergte gleichfalls Räumlichkeiten für Kultur und Geselligkeit.

 

 

Bergparade anläßlich 500. Jahre Geyer im August 1967 v.l.n.r. Ehrenmitglied Bergbruder Herbert Martin, Bergbruder Kurt Jäde mit der Bergfahne und Bergbruder Manfred Krüger. FOTO: William Matthes

 

So bemerkt Meltzer „An diesem großen Saal ist zur Rechten das sogenannte „Schützen-Stüblein"/ in welchen die verordneten Gemeinde- und Knappschafts-Vorsteher zusammen kommen". Außerdem werden wir informiert, daß 1528 Erhard Langnickel Vicar und Altarist der Schneeberger Schmelzer-Knapp­schaft war. Und als 1537 der Um- und Neubau der Emporen in St. Wolfgang nötig waren, spendete man aus der Knappschaftsbüchse
„6 Gulden, 15 Groschen und 11 Pfennige dafür".

„Sonnabends nach Jubilate auf Befehl des Kurfürsten Herzog Johann Friedrich, als er auf dem Schneeberg gewesen, auf Anregung des Pfarrers Georg Spalatin, der Knappschafts- und Schmelzeraltar abgebrochen". Später fand, dieser Aufstellung in der 1567/68 erbauten Hospitalkirche „Zur heiligen Dreifaltigkeit" am Claußberg.

Aus dem Jahre 1566: Die Bauern in der Aue und die Schneeberger Bergknappen waren uneins. Bei dem Schlichtungsversuch mit adligen Feudalherren aus Lößnitz waren außer Richter und Schöffen auch Vertreter der Bergknappschaft aus Schneeberg zugegen.

Ein Schriftdokument, das das Datum vom 15.08.1611 trägt, gibt folgenden Bezug zu der Bergmannsvereinigung kund:

„Türmer auf dem Kirchturm St. Wolfgang betr.: 11 Taler,9 Groschen Anläutgeld fürs Häuerglöcklein aus dem Bergamt, 8 Taler Büchsenpfennige von der Knappschaft jedes Quartal 2 Taler.

1719: Zur Hochzeitsfeier des sächsischen Prinzen sollte ein Bergaufzug in Dresden stattfinden. Durch das Oberbergamt Freiberg ergingen an alle Bergämter Anschreiben. In dem Befehl heißt es unter anderem: „Grubenlichter, Barten und grüne Schachthüte, soviel deren unter hiesigen Bergleuten und in gutem Zustande befindlich aufzutreiben ... ".

1727: Die vier Beisitzer bei der Leichenträgergesellschaft erhalten die Kleidung, welche anderweit von den Knappschaftsältesten getragen wird. Auch werden ihnen noch vier Steiger zugegeben, das vier Mann doch keine Leiche tragen könnten.

1729: „Am 1. Februar wurden 16 Bergleute, sämtlich Häuer, aus dem Branntweinhaus abgeholt, und mußten in der Fronveste bei Wasser und Brot sitzen. Sie waren nämlich am genannten Tage aus der Fastnachtspredigt der Bergknappschaft gelaufen!" Seit dem Quartal Crucis 1731 gab allwöchentlich jeder Bergmann 3 Pfennige, also im Quartal 3 Groschen und 3 Pfennige, in die Knappschaftsbüchse. Davon erhält jeder kranke Bergmann bis zu seiner Genesung oder seinem Tode wöchentlich 8 Groschen. Alle 4 Wochen werden ferner über 20 Taler an 140 arme Personen von Seiten der Knappschaft verteilt.

Auf Bergfreiheit wurde ein deutscher Schulmeister bestellt. In Neustädtel unterrichtete der Schulhalter Baumann die Berg-, Poch- und Klaubejungen. Das nötige Schulgeld dafür kam aus der Knappschaftskasse!

Am 6. Juli 1787 hielt die Schneeberg-Neustädtler Knappschaft ihr Quartal. Dazu waren alle drei Ortsgeistlichen, der Oberpfarrer Carl Heinrich Trommler, der Archidiakon Christian Heinrich Kannegießer und der neue Diakon Christian Gottfried Schneiderzugegen.

1827: Aus den Knappschaftskassen sämtlicher Bergreviere wurden an Bergalmosen an invalide Bergleute, Witwen und Waisen, sowie an Schulgeld, für arme Bergmannskinder ver­abreicht 31.942 Taler, 20 Groschen und 5 Pfennige.

Erst 1848 unter dem Druck der bürgerlichen Revolution von 1848/49 verfügte das Ober­bergamt zu Freiberg, daß künftig Knappschaftsvorsteher auch aus dem Kreis der Doppelhäuer gewählt werden können.

Mehr als 35 Jahre Bergbrüderschaft „Schneeberger Bergparade“

 Während des 2. Weltkrieges marschierten am 18. Juli 1943 die Bergleute und Blaufarbenwerker letztmalig in die
„St. Wolfgangskirche" zu ihrem Berggottesdienst in den unzerstörten Bergmannsdom. Am 19. April 1945 zerstört ein Fliegerangriff das Wahrzeichen der Stadt. Bei der Aufräumungsarbeiten sind auch einige jener Bergbrüder dabei, die am 18. Juli 1943 paradierten. Bereits am 22. Juli 1947 können sie wieder ihren Berggottesdienst abhalten. Noch findet dieser unter freien Himmel im ruinenhaften Kirchenschiff statt. Diesem Gottes­dienst geht noch keine Parade voraus. Auch ohne Bergparade hält die Kirchgemeinde am 22. Juli Berggottesdienst. Pfarrer Hans Kircheis hält die Bergpredigt.

Der erste Bergaufzug nach dem Krieg findet am 5. Juli 1953 statt. Traditionsbewusste Heimatfreunde organisieren diesen Brauch bis 1959 jährlich. Ab diesem Jahr wird die Bergparade aller zwei Jahre durchgeführt. Zur Veranstaltung wird der Sonntag gewählt, der dem 22. Juli am nächsten liegt. So ziehen am 22. Juli 1972 Bergleute und Blaufarbenwerker mit anderen Delegationen vom Pfarrhaus, später vom Kirchgemeindehaus, in die „St.Wolfgangskirche" zum Berggottesdienst. Die Bergparade der Schneeberger Bergknappen und Blaufarbenwerker geht so mit dem Erlöschen des Bergbaues in Schneeberg nicht zu Ende. Im Rahmen des „Nationalen Aufbauwerkes" (NAW) wird diese Tradition neu gestaltet.

Dabei erhalten die Schneeberger Bergbrüder Unterstützung von Delegationen benachbarter Bergreviere aus Jöhstadt, Ehrenfriedersdorf, Thum, Sosa und Freiberg. Die Bergbrüderschaft „Schneeberger Bergparade" beteiligt sich dafür zahlreich an Bergaufzügen anderer Bergorte. Sie gestaltet aktiv Festumzüge bei Heimatfesten mit.

Am 12. Mai 1967 finden sich auf Einladung des „Deutschen Kulturbundes" Teilnehmer der „Schneeberger Bergparade" zur Widergründung zusammen. 32 Bergfreunde werden zu dieser Veranstaltung eingeladen. In ei nem Klubraum im Kulturhaus „Goldne Sonne" treffen sich 23 Personen. Ziel dieser Veranstaltung ist die Erhaltung und Pflege der Tradition der „Schneeberger Bergparade". Nach intensiver Vorarbeit durch die Heimatfreunde Werner Peuschel und Lothar Wetzel beschließt der Vorstand des Kulturbundes die Bildung einer weiteren Fachgruppe. Die Leitung wird Ewald Morgenroth übertragen. Somit ist die Widergründung vollzogen.

Gründungsmitglieder dieser Versammlung sind: Hans Dittrich, Max Enderlein, Adolf Hüttel, Gotthard Hüttel, Gotthard Claus, Erich Gierschick, Helmut Röder, Max Dietz, Paul Förster, Paul Oettel, Heinz Zierold, Manfred Krüger, Georg Tuchscherer, Paul Preiß, Ewald Preiß, Manfred Tautenhahn, Wolfgang Tautenhahn, Werner Schumacher, Hans Schmalfuß, Ewald Morgenroth, Eckehard Teistler, William Matthes und Wolfgang Heger.

Am 16. September 1972 wird die „Schneeberger Bergparade" in die Arbeitsgemeinschaft „Erzgebirgischer Bergbrüderschaften" aufgenommen. Die Schneeberger Bergbrüderschaft führt am 21. Juni 1975 ihr erstes öffentliches Bergquartal durch. Erstmalig wird eine Brüderschaftslade ihrer Bestimmung übergeben. Darin enthalten ist eine Kopie vom „Statut der Bergknappschafts - Grabe - Gesellschaft zu Schneeberg" vom 31. Juli 1668. Es ist von Kurfürst Johann Georg von Sachsen bestätigt.

 
Unvergeßlich: Bergparade im Schneesturm am 3. Advent1973 im Schneestrum in Annaberg. FOTO: William Matthes
 

In der Lade werden wichtigen Dokumente sowie Fotos der Bergbrüderschaft aufbewahrt. Zum 2. Bergquartal im Juli 1977 empfängt der Vorsitzende Ewald Morgenroth alserster die Urkunde „Ehrenmitglied der Bergbrüderschaft". Er scheidet zugleich aus gesundheitlichen Gründen aus. Nachfolger von Ewald Morgenroth werden, in zeitlicherReihenfolge: Rudi Förster, Hans Zimmermann, Wolfgang Tautenhahn und seit 1992 Peter Neef.

Den Beschluss zur Anschaffung einer eigenen Standarte fasst die Versammlung am 10. August 1973. Die Anregung dazu kommt vom Ehrenbürgers der Bergstadt Schneeberg, Arthur Günther. 1971, zum 500. Stadtjubiläum, wurden noch die alten Standarten mitgeführt. Neue eigene Standarten wurden nötig, deshalb wird eine Neuanschaffung für zwei Standarten genehmigt. Seit dieser Zeit werden zwei Standarten vorangetragen: die Schneeberger und Neustädtler.

1963 wird eine neue Veranstaltung begründet. Jährlich soll, während des zweiten Adventswochenendes, ein „Fest der Freude und des Lichtes" stattfinden. Schnell wird das „Lichtlfest" eine weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte vorweihnachtliche Veranstaltung im Erzge­birge. In diesem Rahmen wird, erstmals am 8. Dezember 1968, eine nächtliche Bergparade durchgeführt. Die Marschstrecke führt zuerst von der Seminarstraße aus zum Marktplatz.. Später beginnt die Parade dann in jedem Jahr in Neustädtel.

Zum 20-jährigen Bestehens der Bergbrüderschaft im Mai 1987 werden die Gründungsmitglieder Herbert Martin, Adolf Hüttel, Max Dietz und Manfred Krüger mit der Ehrennadel der „Nationalen Front" in Silber ausgezeichnet.

Eine neue Qualität der Arbeit der Bergbrüderschaft nach der Wende erreichen Kontakte zu Bergbrüderschaften außerhalb Sachsens. Bergfreunde aus den alten Bundesländern suchen Partner. Helmut Schlee, vom Knappenverein Geldern-Kapellen, hat unmittelbar nach 1989 Kontakte gesucht. Bei einem Besuch in Schneeberg kommt es zu einem Treffen zwischen dem Schneeberger Vorsitzenden Wolfgang Tautenhahn und Helmut Schlee.

Die Vorbereitungen zu engeren Kontakten werden beschleunigt. Die Beratungen in den jeweiligen Vorständen durch
Harry Wanser, Kamp-Lintfort, Helmut Schlee, Geldern-Kapellen und Wolfgang Tautenhahn Schneeberg finden am 22. Juli 1990 mit einer gemeinsamen Teilnahme an der Bergparade ihren Abschluss.

Elf Bergbrüderschaften, fünf Gastdelegationen aus den alten Bundesländern und aus Belgien sowie aus Geldern-Kapellen sind daran beteiligt. Diese Bergparade am 22. Juli 1990 ist so ein besonderes Erlebnis in der Geschichte der Schneeberger Bergbrüderschaft.

Diesen Besuch erwidert die Schneeberger Bergbrüderschaft im Sommer 1991. Auf Einladung des Bergknappenvereins Geldern-Kapellen nimmt der Verein an einer gemeinsamen Bergparade teil.

Das 25-jährige Jubiläum der Bergbrüderschaft findet am 23. Mai 1992 im „Adlatushof (ab 1996 wieder Kulturhaus
„Aktivist") statt. Unter den Gästen auch der Bergknappenverein Geldern-Kapellen.

Durch Bereitstellung von Fördermitteln, können 1993 die Bergfahne und die beiden Standarten neu angefertigt werden. Zum Berggottesdienst am 22. Juli 1993 werden diese Banner in Dienst gestellt. Dank einer Spende der Nickelhütte Aue GmbH und aus eigenen Mitteln kann 1994 eine neue Blaufarbenwerkerfahne angeschafft werden.

Ab 17. Juni 1993 ist die Bergbrüderschaft „Schneeberger Bergparade" eingetragener Verein.

Auf eine 44-jährige Traditionspflege kann Bergbruder Manfred Krüger zurückblicken. Die Bergbrüder William Matthes, Herbert Martin und Hans Jungnickel sind Ehrenmitglieder des Vereins. William Matthes ist, zum Zeitpunkt des 30-jährigen Jubiläums unserer Bergbrüderschaft, mit 87 Jahren ältester aktiver Schneeberger Bergbruder. Er ist seit 1936 Trachtenträger. Trotz seines hohen Alters nimmt er an jeder Bergparade teil. Egal ob auswärts oder in Schneeberg unabhängig ob die Sonne scheint oder Schneestürme toben.

Am 8. Dezember 1995 findet in Leipzig die Messe „Touristik & Caravaning" statt. Die Bergstadt Schneeberg präsentiert sich vor der internationalen Presse als Gastgeberstadt des 8. Deutschen Bergmannstages im Juli 1996. Daran nimmt eine Delegation der Bergbrüderschaft „Schneeberger Bergparade" teil.

1995 erfolgt auch der Umzug der Trachtenkammer. Die bisherige Trachtenkammer (Internat ehemalige Kochschule in der Schützengasse) muss bis zum 31. Dezember 1995 geräumt werden. Die Bergsicherung Schneeberg GmbH stellt dem Verein geeignete Räume zur Verfügung. Dies ist seit 1990 der vierte Umzug der Trachtenkammer. Wünschen wir uns, dass dies auch der letzte bleibt.

Einen außergewöhnlichen Höhepunkt seit Wiederbelebung der Aktivitäten der Schneeberger Bergbrüderschaft konnte der Verein im Juli 1996 erleben. Die Bergstadt Schneeberg wurde vom Bund Deutscher Berg,- Hütten- und Knappenverbände als Ausrichterstadt für das aller fünf Jahre stattfindende bundesweite Vereinstreffen, dem Bergmannstag, auserkoren. Die Stadt Düsseldorf hat seine Bewerbung für dieses Vereinstreffen zurückgezogen, um der Erzgebirgsstadt den Vorzug zu geben. Mit der Heimatstadt Schneeberg als Ausrichter, ist erstmal eine ostdeutsche Stadt Veranstaltungsort für dieses Vereinstreffen. Ein zusätzlicher Ansporn für die Arbeit des Vereins.

Anlass für diesen Entscheidung ist die Historie des ersten erfolgreich geführten Lohnkampfes von Bergleuten. 500 Jahre Bergstreittag sollte über 5.000 Bergkameradinnen und Bergkameraden aus ganz Deutschland und aus europäischen Bergbaugebieten (Frankreich, Polen, Ungarn) zusammenführen.